Initiative Messer sind Werkzeuge | Immer in Gebrauch

Immer in Gebrauch

 

Schon seid meiner Jugend interessiere ich mich für Messer. Diese Leidenschaft war wohl auch mitauslösend bei meiner Berufswahl zum Werkzeugmacher.

Wie bei vielen anderen auch hat es auch bei mir angefangen mit einem Schweizer Taschenmesser, das irgendwann von einem Leathermann Tool ersetzt wurde. Aber diese Multitools sind oft nur beidhändig zu öffnen, oder anfällig für Schmutz.

Zum Pilze suchen nehme ich dann doch lieber ein kleines feststehendes Messer. Beim der Holzernte im Wald ist das Schweizer Taschenmesser zu klein um das Brot für die Vesper zu schneiden. Andere Messer mussten her, gefunden habe ich viele im Messerforum.net. Zuerst noch etwas geschockt vom Preisniveau das dort teilweise anzufinden ist, andererseits fasziniert von den Möglichkeiten.
Qualitativ hochwertige Serienmesser oder gar handgemachte Einzelstücke zogen mich schnell in ihren Bann.


Auch in meinem Beruf als Maschinenschlosser im Spritzgußbereich in dem ich mittlerweile tätig bin, ist ein einhändig zu öffnendes Klappmesser ein täglicher Begleiter.
Oft genug habe ich nur eine Hand frei um einen Schlauch sauber abzuschneiden, eine Schnur oder einen Kabelbinder zu kappen. Das die Klinge dabei vor dem Einklappen durch eine Verriegelung gesichert ist, schützt meine Finger vor Verletzungen. Einfache Cuttermesser mit Abbrechklingen haben so manchen Finger meiner Kollegen geschnitten.

Kaum einer verwendet diese heute noch, nachdem die Kollegen gesehen haben wie praktisch und sicher sich ein modernes Klappmesser handhaben lässt.
Doch auch im privaten Bereich hat sich rumgesprochen das der „Alex“ meist ein Messer in der Tasche hat. Oft und gerne wird darauf zurückgegriffen.

Als Waffe oder gar Bedrohung empfindet meine Messer niemand, weil sie es einfach nicht sind.

Meine Messer sind Werkzeuge zum schneiden, und für die Generation meines Opas war es auch völlig normal ein Taschenmesser in der Hose zu haben. Wie sonst hätte er seinem Enkel beim Spazieren gehen eine Pfeife (keine zum rauchen) schnitzen können, oder ein kleines Schiffchen, das wir im Bach haben schwimmen lassen.

Sollen Kinder zukünftig ohne solche Erlebnisse aufwachsen, nur weil einige wenige sich nicht an die gesellschaftlichen Regeln halten. Und warum glaubt Herr Körting das ein Messerverbot aus jugendlichen Straftätern vernünftige und verantwortungsbewusste junge Menschen macht?

Alexander Wittig